Neues von der unbekannten Toten im Plaza Hotel in Oslo - Jennifer Fergate

 

Unheimlicher Sachverhalt

Am 3. Juni 1995, einem Samstag, ging gegen 19.58 Uhr ein Notruf bei der Polizei in Oslo ein.

Wer sich erinnern will, hier die Tagesschau dieses Tages.

 

Was zunächst wie ein Routineeinsatz aussah, entpuppte sich im Laufe der folgenden Jahre als einer der mysteriösesten Kriminalfälle Skandinaviens. Der Einsatz führte die Beamten ins damalige Nobelhotel „Oslo Plaza" am Hauptbahnhof der norwegischen Hauptstadt.

 

Ein Wachmann wollte aus Zimmer 2805, im 28.Stockwerk, einen Schuss gehört haben. Angeblich hielten sich zu dem Zeitpunkt zwei Personen in dem Zimmer auf. Dieser Umstand wird für die späteren Ermittlungen wichtig. Es benutzte wohl auch jemand anderes als die in dem Zimmer aufgefundene Tote in der Nacht der Anreise, eine der Zimmerschlüsselkarten. Das geschah etwa um 0.20 Uhr am Anreisetag. Zwei Tage vor den hier geschilderten Ereignissen. Danach wurde die unter dem Namen Jennifer Fergate eingecheckte Frau nur zwei Mal gesehen. Einmal gab sie dem Zimmerservice ein fürstliches Trinkgeld, sonst hing das "Do not disturb" Zeichen an der Tür. Jedoch muss die Unbekannte das Zimmer verlassen haben und auch das Hotel. Wann das geschah, darüber gaben die Aufzeichnungen im Plaza keine Antwort.

 

 

Die Zimmertür war von innen gesichert worden. Die Plastikschlüsselkarten lagen im Raum.
Auf dem Bett, wie im Artikel "Der mysteriöse Tod im Oslo Plaza" beschrieben, lag die Leiche der "Jennifer Fergate".  Eine junge kultivierte Person, wie sie von Zeugen beschrieben wurde. Die Frau lag rücklinks auf dem Bett und starrte nach oben. In ihrer Stirn ein einzelnes Einschussloch. Das Zimmer war dunkel.  Schnell konnte festgestellt werden, dass sie sich unter falschem Namen eingetragen hatte, mit einer nicht existenten belgischen Adresse, zusammen mit einem Begleiter, Lois Fairgate (Fergate).   Nur Lois Fairgate fehlte, er war einmal gesehen worden, beim Einchecken. Er wurde etwa auf 1.85 m und damals zwischen 35-40 Jahren beschrieben.

Der Zweck des Besuches der Unbekannten, die sich auf dem Zimmer aufhielt, und die mehrfach angemahnt worden war, an die Rezeption zu kommen, war nicht klar. Sie war die Rechnung schuldig geblieben (Etwa 300 Euro). Die Unbekannte hatte das Kreditlimit überschritten. Sie hatte das Zimmer das erste Mal telfonisch am 22. Mai 1995 gebucht und am 31. Mai 1995 erneut auf ein anderes Datum verschoben. Fluglistenauswertungen aus diesen Tagen ergaben nichts hinsichtlich der unbekannten Personen.

 

Spuren, die in Richtung Terrorismus deuteten, an denen die Unbekannte beteiligt hätte sein können, wurden schnell verworfen. Auch schied eine mögliche Umweltaktion wegen der damals bekannten Brent Spar, die vor Norwegen von dem Ölkonzern Shell versenkt werden sollte, aus.

Es fanden in diesen Jahren unter der Vermittlung Norwegens auch die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern statt, aus denen Oslo I und Oslo II hervorgingen. Schwer vorzustellen, dass jemand mit einem solchen gewichtigen Auftrag in einem Osloer Hotel unter den Umständen absteigt, eine karge Henkersmahlzeit zu sich nimmt und dann erschossen wird. Von wem auch immer.

Karge Henkersmahlzeit, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge Karge Henkersmahlzeit, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

Einzig blieb die nachrichtendienstliche Beschaffung von Informationen wegen des Bosnien-Krieges. Ganze Familien hatten sich damals nach Norwegen gerettet. Es war die erste große Fluchtwelle, die noch während der Belagerung von Sarajevo angelaufen war.

 

Nur mit welchem Zweck war sie dann auf nicht zu ermittelnden Wegen und in mysteriöser Legende nach Oslo gereist? Die Legende war so wackelig, dass sie jederzeit hätte auffallen können.

Es gab noch zahlreiche andere Theorien, die in diesem Fall allerdings nur als Arbeitsthesen verstanden werden durften. Die Polizei in Oslo hatte einfach zu wenig Ansatzpunkte, bevor die Tote 1996 begraben wurde.

 

War die Plaza-Frau ein Drogenkurier? Dafür sprach nichts. Auch nicht das Gepäck. Dem Profil entsprechend, war die Unbekannte auch keine Drogenhändlerin, die Ware nach Skandinavien überbracht hatte.
War sie eine professionelle Attentäterin oder eine Auftragsmörderin? Die gesamte Situation wäre grotesk, sie war laut der späteren Analyse aus 2017, ca. im Jahr 1971  geboren worden.
Prostitution im Bereich einer international operierenden Edel-Hure schied auch aus, weil die Frau noch nicht einmal über Kosmetika verfügte. Die Handtasche, die sie beim Einchecken dabei hatte, fehlte bei der Fundortbeschau. Selbst Hose oder Rock fehlten.

 

Damals wurde der Tod der jungen Unbekannten schnell zu dem Archiv der "Isdal Frau" und dem Kambomannen hinzugefügt. Ganz wohl war den Ermittlern dabei nicht, den Tod der Unbekannten als Selbstmord auszugeben.  Zuviel sprach dagegen, wie die Entfernung aller Etiketten aus der Kleidung, den Schuhen, und jeglicher persönlicher Gegenstände, wie Papieren, Geldbörse, Make-up aus dem Besitz der Toten. Allerdings wäre die Tote geschminkt gewesen, berichteten die Zeitungen damals.

 

 

Auch fehlten der Frau, in deren rechter Hand eine belgische 9 mm Browning von Herstal gefunden wurde, jegliche Blut- und Schmauchspuren, die für eine solche Situation typisch gewesen wären, wenn die Frau sich selbst gerichtet hätte. Die Waffe wurde wahrscheinlich 1990 oder 1991 gefertigt. Die Waffe wurde einmal zum Zwecke des Testschusses, wahrscheinlich durch Schalldämmung mittels Kissen, abgefeuert und dann nochmals, als es zu dem tödlichen Schuss kam.

Rechte Hand, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

Probeschuss, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge Probeschuss, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

 

Wie kam sie in den Besitz der Pistole und wie kam diese Pistole mit ihr nach Norwegen?

Ungeklärt ist auch, ob die Fingerabdrücke der Toten in Kontext in Deutschland gebracht wurden.

Interessant war es, dass die Waffe mit ätzender Flüssigkeit bearbeitet worden war, um die Kenntlichkeit der Serie regelrecht zu vernichten.

Seit dem 2. Weltkrieg gibt es nur etwa 15 Leichen, die in Norwegen nicht identifiziert werden konnten. Und gerade drei der Fälle scheinen irgendwie unheilvoll zusammenzuhängen.

Die Zimmertür war von innen verriegelt, die Schlüsselkarten lagen im Zimmer. Die Ermittler fanden nur Kleidung ohne Etiketten, alle Namensschilder und Anhänger an ihren Kleidern wurden entfernt, ein Herrenparfüm, (Ungaro Pour L’Homme 1 cologne) eine Reisetasche und eine Aktentasche mit 32 Schuss Munition.

 

Die etwa um 1971 geborene Frau trug eine Citizen Aqualand (Modell: CQ-1021-50, Seriennummer: C022-088093 Y, 2010779, GN-4-S). Diese Uhr wurde im Januar 1992 gefertigt und benötigte Batterien des Typs 370 des Schweizer Batterieherstellers Renata.

Taucheruhr Citizen Aqualand, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge Taucheruhr Citizen Aqualand, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

Stanzen auf allen Batterien wiesen darauf hin, dass die Batterien im Dezember 1994 produziert worden waren. Renata erklärte, dass die Batterien zwischen Dezember 1994 und Januar 1995 an Geschäfte ausgeliefert wurden. Die Stanzmarken des Uhrmachers waren W395 (W/Wechsel/3/März/95/1995)

Batterien der Renata, Stanzmarken, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge Batterien der Renata, Stanzmarken, Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

 

Wahrscheinlich wurden die Batterien im März 1995 bei Hertie Hamburg, Barmbek, verkauft. Zum damaligen Zeitpunkt war es in diesem ehemaligen Kaufhaus dem „Klotz von Barmbek“ Usus, eine solche Stanze mit einem Nagel anzubringen. Es war sicherlich nicht der einzige Uhrmachershop, der das so handhabte. Jedoch, es ist ein Ansatzpunkt.

 

In diesem Zusammenhang ist es interessant, ob die Tote einem Wassersport - oder Tauchverein angehörte.

Ein Sakko der deutschen Modemarke René Lezard fiel den Ermittlern auf. Der Schwarzacher Hersteller René Lezard hatte in 1995 die Sakkos gerade verteuert, es ist bis heute nicht klar, wo und wann konkret dieses Sakko gekauft wurde.

Im Zimmer fand die Polizei auch eine grüntürkisfarbene Segeltuchtasche der deutschen Marke Travelite, die seit 1949 Koffer,und Reiseaccessoires in Deutschland produzierte. Ob diese Tasche bei Hertie miterworben wurde - extra für die Reise ins Plaza nach Oslo, kann nicht mehr geklärt werden, jedoch wurde in diesem Jahr 1995 Koffer und Taschen dieser Art in dem Hamburger Warenhaus verkauft.

 

 

Die schwarze Ledertasche der deutschen Marke Braun Büffel aus Kirn zeugt davon, dass die Tote nicht gerade in Armut zu Lebzeiten vegetierte. Der Aktenkoffer war Teil einer Kollektion, die in den Jahren 1986-91 gefertigt wurde. Der Goldring, den die Ermittler an dem rechten Mittelfinger der Toten sicherstellen konnten, war in Deutschland hergestellt worden. Die Qualität des Ringes (333/8k) sprach eher dafür, dass der Ring in einem Einkaufscenter, in einer damaligen Verkaufskette, erworben wurde, als bei einem Marken-Juwelier.

Wer kann sich an den Goldring an der rechten Hand der unbekannten Toten erinnern? Wer hat diese Art von Ringen Mitte der 1990er Jahre vertrieben?

Der kleine Goldohrring, den die Tote trug, konnte nicht zugeordnet werden.

Die unbekannte Tote musste in geordneten Verhältnissen gelebt haben. Die Arbeiten an ihren Zähnen waren mit Porzellan und Gold erstellt worden. Diese Arbeiten eines Zahnarztes könnten auch in der Schweiz, Belgien oder den USA gemacht worden sein. Sie wog etwa 67 kg und war 1.59 m groß, hatte blaue Augen und dunkle Haare, vielleicht waren diese gefärbt.

 

Jahre später, nach einer Zahnschmelzanalyse, führte die Spur zurück nach Deutschland.
„Für uns ist die Region um Berlin interessant. Vielleicht wurde die Frau in der ehemaligen DDR geboren“, so 2017 einer der Ermittler gegenüber der norwegischen Gazette vg Nyheter, die den Fall nochmals genau untersuchte. Nach 22 Jahren wurde die Exhumierung angeordnet.

Dass sie nicht bekannt war oder ist, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Zeugen geben muss, die mit der Frau zusammen in der DDR oder Westberlin zur Schule gingen, vielleicht zusammen mit ihr eine Ausbildung gemacht haben. Vielleicht zusammen mit ihr auf der Universität waren.

 

Hat die Unbekannte Verbindungen nach Potsdam oder Schwerin? Hat sie dort einmal gewohnt?

Daher nochmals, wer erkennt die Frau auf den Bildern?

Vielleicht ist sie auch später, kurz vor ihrem Tod, in Hamburg aufgefallen, als sie dort einkaufte?
Ist die Unbekannte aus der Kunstszene bekannt? Das heißt auch auf den für die damalige Zeit besonders häufigen fliegenden Märkten.

Hat jemand etwas von der Frau gekauft? Bilder, Gemälde, Antiquitäten, Bücher etc.

Kann sich ein Kaufmann an sie erinnern?

Gibt es jemanden, der sich aus dem Kindergarten oder in späteren Tagen an eine Nachbarin erinnert?

Wo wurde nach der Wende 1990 eine Person vermisst, die ungefähr so aussah?

 

Wahrscheinlich reiste die Unbekannte mit dem Zug an, das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Oslo.
Das spricht auch dafür, dass sie über Hamburg reiste. Oder dort in der Nähe lebte. Damals fuhren die Züge über Kopenhagen.

Reiste jemand mit ihr in der fraglichen Zeit, hierbei sind auch Touristen gefragt, die im Jahr 1995 Urlaub in Skandinavien machten?

Die Unbekannte sprach fließend Deutsch und Englisch, ihre Handschrift auf dem gefälschten Meldezettel war Deutsch, wie das Schriftgutachten der norwegischen Zeitung vg Nyheter ergab.

Gibt es einen Vermieter, eine Wohnungsbaugesellschaft, die sich an die junge Frau erinnert?

Ein Zahnarzt, der ihre zahlreichen Gebissbehandlungen vorgenommen hat?

 

Wer kann Angaben über die Kleidung von der mysteriösen Jennifer Fergate machen? Die BHs könnten bei C&A  (Brenningmeyer) 1994 gekauft sein.

Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge[/caption]

 

Weiteren Recherchen nach, stellt sich ein ganz anderes Bild da.

Die bisherigen Spuren deuten, ob des jungen Alters doch auf die Kunst und Antiquitäten GmbH (KuA) Französische Str. 15; Berlin- die KuA GmbH der Hauptabteilung I der HVA, eingebettet in das ehemalige Imperium der Kommerziellen Koordinierung des Dr. Alexander Schalck Golodkowski.

Ein Gebrauchtwarenhandel der besonderen sozialistischen Art. Ein fast unerforschtes Exponat der deutschen Geschichte, angeblich im Jahre 1990 stillgelegt. Es tat sich aber hinter den Kulissen mehr, als den Verantwortlichen recht sein konnte. Die ZERV war den Tricks der wendigen Embargobrecher aus Ostberlin fast hilflos ausgeliefert.

 

Durch das Treuhandgesetz wurde die Privatisierung, respektive Reorganisation, des Staatlichen Kunsthandels ab 1990 angewiesen. Es wurde entsprechend recherchiert, jedoch viele der geraubten Güter tauchten nicht mehr auf. Zahlreiche Lager waren auch nach der Wende noch gut gefüllt.  Kunstwerke und Antiquitäten wurden durch die verbliebenen Mitglieder der KoKo privat vertrieben.

Bei der KuA GmbH wurden die, seit der Operation Licht, die Anfang der 1960er Jahre in der DDR weite Kreise zog, in dem Staat durch die Stasi zusammengeraubten Antiquitäten und Kunstwerke ins nichtsozialistische Ausland vertrieben. Dabei wurden bei Einbrüchen der Staatssicherheit mit Wissen des damaligen Ministers Mielke,  gestohlene Bilder und Münz- und Briefmarkensammlungen über Westkontakte der KuA GmbH verkauft.

 

Viele Spuren der Hehlerware der Stasi führten nach Skandinavien, darunter auch dieser Fall:
Eines der Beispiele ist der Sophienschatz. Am 20. September 1977 verschwanden aus einer Panzer-Vitrine des Dresdner Stadtmuseums der „Sophienschatz“, 58 goldene Grabbeigaben im Wert von ca. 3,0 Mio. Euro.
1999 tauchten 38 Stücke der Sammlung in Oslo auf: Ein Münzhändler versuchte 1999, insgesamt 38 Teile des Sophienschatzes in Oslo zu versteigern. Teile der Beute tauchten in England auf. Der Osloer Münzhändler Gunnar Thesen hatte die Stücke gutgläubig von dem in Kopenhagen ansässigen Händler Arne Jacob Becker (†1983) von der KuA GmbH erworben. Er agierte für die KoKo im nichtsozialistischen Ausland, um dringend benötigte Devisen aufzutreiben.

 

Wer kann hierzu sachdienliche Angaben machen?

Arbeitete jemand mit dem Aussehen der Jennifer Fergate 1995 für eine Gruppe von Kunstkennern, die von der KoKo gestohlene Gegenstände wiederbeschaffen wollten?

 

Kennt jemand die Frau aus dem Umfeld des Kunsthandels oder der Immobilienbranche als Sekretärin?

Jederzeit können Sie an uns schreiben, wir würden die Nachrichten an die Polizei in Oslo weiterleiten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Jennifer Fergate, Kriminal Politi Sentralen, Oslo, Norge

 

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Einst in Johannesburg - das Verschwinden des Zeller Juweliers Friedrich Fritz Heisler

 

Bitterer Beigeschmack

Herbert Hanetseder und Gerhard Ebner, zwei Salzburger Polizisten wurden für ihre akribische Ermittlung, den Fall Friedrich Heisler zu bearbeiten, ausgezeichnet. Doch wurde das Verfahren gegen die Hauptbeschuldigte 2012 eingestellt, wie der ermittelnde Staatsanwalt Anton Lohneis von der Oberstaatsanwaltschaft Coburg mitteilte. Es wurde mangels Beweisen eingestellt.
Friedrich Fritz Heisler blieb verschwunden. Bis zum heutigen Tage.
Wurde er in einem Fass mit Säure aufgelöst?

Am Hindukusch Nichts Neues, Cover, kasaan media publishers, 2016 Am Hindukusch Nichts Neues, Cover, kasaan media publishers, 2016

August 2007, Johannesburg, Transvaal - Gauteng

Das ungleiche Pärchen blickte auf eine gemeinsame Geschichte zurück, die 2006 begann. Er, der bodenständige Juwelier, sie die Baronin, die einst beim Ministerium für Staatssicherheit gearbeitet hatte, hatten sich über das Internet kennengelernt.

Verfügte die Adelige aus ihrer Stasi-Zeit über Verbindungen nach Südafrika? Die Stasi war in den 1980 er Jahren in Südafrika sehr aktiv.

 

Was geschah Hotel Zulu Nyala Country Manor im Johannesburger Vorort Chartwell an der 3rd Street?

War der Tod des pensionierten Juweliers von langer Hand geplant?
Die SMSs, die die Adelige noch in Südafrika erhielt, sprechen Bände.
Einiges spricht dafür.

Zuvor hatte die umtriebige Adelige 835.000 Euro von dem Vermissten ergaunert. Der Verteidiger hingegen forderte einen Freispruch in dem Betrugs-Verfahren, das in Österreich schon nach dem Verschwinden des Juweliers geführt wurde.

 

Die ganze Betrugsanklage beruhte angeblich auf Vermutungen, erklärte der österreichische Verteidiger, der aber eine Haftstrafe 2009 gegen seine Mandantin nicht verhindern konnte. Auch die danach folgende Auslieferung nach Deutschland nicht, wo der Prozess gegen die Freifrau L. weiter fortgesetzt wurde, der sich mit dem eigenartigen Verschwinden des Zeller Juweliers beschäftigte. Letztendlich wurde L. freigesprochen, weil die Beweise fehlten.
Wer Hinweise auf den Verbleib des Juweliers aus Zell hat, möge sich bitte an das Innenministerium in Wien wenden:
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Koka aus dem Dschungel - Nicolás Maduro - einer der widerlichsten Diktatoren dieser Welt

Ein brutaler Mörder und Dealer

Maduro führt Krieg gegen sein eigenes Volk. Das schon seit einigen Jahren.
Eines der reichsten Länder der Erde ist buchstäblich bankrott.

Nun ist Maduro wieder in die Schlagzeilen geraten, als er von Amnesty International daran erinnert wurde, dass seit 2015 mehr als 8000 Menschen in Venezuela hingerichtet wurden.
Es gibt einen gewichtigen Grund, warum sich Maduro versucht an der Spitze des Staates zu halten. Das Zauberwort heißt Kokain.
Die internationale Drogenkriminalität von Kartellen, die von Venezuela ausgeht, wird wahrscheinlich durch den Clan der Maduro-Clique gesteuert.

So soll sein eigener Justizminister einer der organisiertesten Drogenhändler Lateinamerikas sein.
Immer wieder machen sich Segelboote von Venezuela aus nach Europa auf, als Touristencharter oder Trawler getarnt, landen die Schiffe vollgepackt mit Kokain in Teneriffa oder auf den anderen Inseln der Kanaren an.

Dort oder noch auf See kontaktieren die Schmuggler ihre Kontaktleute, die dann die Pakete aus dem Meer fischen.

Vor der Küste der Kanaren ist das für die windingen Schmuggler kein Problem.

Wann wird das Problem des Maduro-Clans nach Europa getragen? Derzeit gibt es in Venezuela zahllose Aufstände. Es gibt Versorgungslücken in einem der reichsten Erdölländer der Erde. Maduro versucht, sich krampfhaft an der Macht zu halten. Er unterhält eine Art Diktatur, die die Menschen in Armut zurücklässt.

Die Regale sind leer, es kommt zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten.

Allein in diesem Jahr sind es schon 7000 Zusammenstöße. Ohne Grund wird die Opposition verhaftet. Es gibt schlichtweg nichts mehr in dem Land zu essen. Doch Maduro lässt es sich gut schmecken in einem der letzten noblen Lokale, die in der Hauptstadt Caracas noch betriebsbereit sind. Grundnahrungsmittel sind nur auf Bezugskarten zu erhalten. Millionen Einwohner Venezuelas sind auf der Flucht in Lateinamerika. Die Mafia um Maduro schifft weiter Kokain nach Europa. Wahrscheinlich arbeiten die Systeme Maduros mit dem Los Zetas Kartell aus Mexiko zusammen.

Ein Anschlag mit einer Drohne zeigt wieder, dass das Regime, das Maduro umgibt, nicht mehr homogen ist oder dass Maduro selbst für den Anschlag gesorgt hat, um sich zu festigen.
Gegner hat er viele. Auch in den Reihen der Drogenhändler.

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Plötzlich und unerwartet

Sprachlos

Einer unserer Leser brachte uns diese Reportage, an der wir Wochen arbeiteten, bevor wir diese nun zum Wochenende veröffentlichen.

Mit von der Partie war ein Anwalt, der zunächst auch nicht glauben wollte, was wir erlebten, wir und der Verkäufer und ein fast "märchenhafter Käufer".

Eigentlich begann die Geschichte vollkommen harmlos.

Eine große Gewerbefläche sollte verkauft werden. Ein alltäglicher Akt in Europa.
Der Makler schaltete Anzeigen in diversen einschlägigen Portalen und Zeitschriften.

 

Objekt zu verkaufen

Nach einer schweren Herzoperation, war es dem Eigentümer nicht möglich zu reisen. Erst rief ihn ein Investor aus den Niederlanden an, dann kam ein
"Inaugenscheinnehmer" aus Großbritannien, dem es überhaupt nicht recht war, dass Dritte noch mit von der Partie waren. Man traf sich am Objekt und dort wurde durch die Hintertür erklärt, dass vor dem Brexit noch dringend Geld aus dem UK abgezogen werden sollte. Es machte Sinn, was der Unbekannte erzählte.

Der junge Mann schien nicht unbedingt besonders interessiert an der zu verkaufenden Immobilie, sondern er blickte sich ganz gezielt um. Fragen zu dem Preis hatte er nicht mehr.
Nach kurzer Zeit und einem Kaffee wollte er dann wieder zu den nächsten Termin, der angeblich im Benelux stattfinden sollte. Die ganze Angelegenheit versandete dann irgendwann in den nächsten Tagen, da die angebliche Käufergruppe forderte, dass die Verkäufer ins benachbarte Ausland kommen sollten, um dort das Geschäft abzuwickeln.
Dem Verkäufer, einem älteren Herrn, kam die ganze Angelegenheit "spanisch" vor. Deshalb nahm er Abstand davon. Aber das war nur der Auftakt.

Das Geschäft der Ripper

Kurz darauf gab sich die internationale Prominenz die Ehre. Der persönliche Sekretär von einem der Gettys rief an. Getty Investment Gesellschaft, meldete er sich. Der Besitzer war schwer gebauchpinselt, obwohl niemand sich wirklich erklären konnte, was gerade ein Getty mit einer Gewerbefläche wollte.

 

p>Beim zweiten Kontakt übte F. üblichen Druck auf seinen Gesprächspartner und versuchte immer wieder auf die Modalitäten zu sprechen zu kommen. Das Objekt interessiert ihn nur beiläufig.

Allerdings fiel gleich auf: Frech und dreist insistierte der angebliche Nadjib F. in den privaten Angelegenheiten des Verkäufers. Seine Stimme war ruhig, er war nicht sachlich. Sein Deutsch erbärmlich. Allenfalls überheblich. Er log, machte die Begleiter des Anwaltes, der F. zu diesem Zeitpunkt noch glaubte, schlecht.
Um später besser erpressen zu können, aber das ahnte niemand der Beteiligten zunächst. F. wollte alles wissen, nicht etwa nur normale Informationen, sondern er wähnte den "dicken Fisch am Haken".

Dann kam der Held an Telefon, ein gewisser Herr Getty mit slawischem Akzent, wahrscheinlich Serbe oder Rumäne, und schlug Barcelona als Treffpunkt der Transaktion vor. Sie wollten kaufen, keine Verhandlung mehr, nur noch die Modalitäten, versicherte der eben eingejettete "Pseudo Getty" salopp. Er ist ein gewohnter Schauspieler.

Angeblicher Mark Getty am spanischen Prepaid-Handy

Der Mann ist ein gutgeschulter Betrüger, dem die Argumente niemals ausgehen. Mit seinem serbokroatischen Akzent, seinen wahrscheinlich in den 1990 er Jahren in Österreich erworbenen Kenntnissen der deutschen Sprache, versucht der Anrufer zu glänzen. Die Firma, eine Consulting Firma im Londoner Westen, gibt es nicht.

Alles, was F. ausmacht, ist eine aus Belgrad gebuchte Adresse bei Google.

Hierzu soll Geld getauscht werden, Schweizer Franken in Euro- denn der, der die Käufer angeblich als Prokurist vertrat habe, ganze Investmentfonds in der Schweiz beendet, und wollten nun das Geld wieder reinvestieren.

Ein seltsames Fax einer angeblich Deutschen kam, Dutzende von Fehlern aus einem Briefkastenbüro in der britischen Metropole.

Geld spielt keine Rolex

Treffpunkt mit dem falschen Herrn Getty sollte ein Hotel in der Innenstadt von Barcelona werden, in Carrer de Pere, das Sky Melia. Für einen Getty eher ein magerer Platz, zumal sein Angestellter, Herr F., ihn und sich von einem Prepaid-Handy telefonieren ließ.

Die Händler wollten alles wissen, einzelne Details über ihre potentiellen Opfer, wo sie Geld rochen.
Es schien, als hätten sie besonders gut gearbeitet und ihre Hausaufgaben zuvor erledigt. Schnell war das Interesse an dem Objekt verflogen, nicht mehr gehandelt. Auch interessierte es die "Rip off Händler" nicht, wie das Objekt eigentlich aussah, kein Gutachter, sie begnügten sich mit einem paar Bildern. Eigentlich hatten sie die Katze noch nicht aus dem Sack gelassen. Ihr Deal war das Kopplungsgeschäft.
Darauf fielen die Verkäufer nicht herein, leider aber unzählige Deutsche zuvor.

Deutsche werden über Immobilien Portale angelockt, die Gruppe um den falschen Getty lockt mit einem Kaufvertrag, den kein normaler Mensch eingehen würde, aber da muss noch Geld gewechselt werden. Schweizer Franken in Euro, ein kleines Geschäft zum Vertrauensaufbau wird gemacht. Dann wollen die Käufer das Geld noch vor dem Notartermin tauschen. Ein weiterer Treffpunkt wird vereinbart, dann geht alles in der Hotelhalle ganz schnell- in der Hektik nehmen die Täter die Euros an sich und geben in einem Koffer Falschgeld zurück. Dann verschwinden sie so schnell sie können. Zurück bleiben die Opfer, die ein paar wertlose Kopien in der Hand haben.

 

In Barcelona tummeln sich die Verkäufer der falschen Schweizer Franken, seitdem sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Geschäften in Mailand und Turin zu kontrollieren. Die italienische Polizei ist nach tausenden von Deals, die in der Stadt stattgefunden haben, bei denen ein Millionenschaden entstand, gewarnt.

Wenn die Opfer in letzter Sekunde die Gefahr wittern, entreißen die Täter die Euros und verschwinden blitzschnell. Es kann zu Verletzungen führen.

Die schrecklich nette Nikolic Familie

 

Die letzten Bilder der spanischen Polizei in diesem Zusammenhang erreichten uns kurz vor Veröffentlichung. Nun ermittelt der Staatsanwalt gegen den falschen Getty und seinen Helfer F.

Niemals Bargeldgeschäfte im Ausland machen.

Nur über den Notar vor Ort agieren.

Wenn Prominente sich vertreten lassen, Vollmacht nachfordern, auch diese können zu einem deutschen Notar gehen, wenn sie ein Objekt haben wollen.

Niemals mit Geld reisen.
Auf die Warnsignale achten, wenn die Käufer nicht handeln, sondern Modalitäten absprechen wollen. Zu einem Hausverkauf kann man einen Vorvertrag per Fax fordern, der Rest kann beim Notar ausgehandelt werden.

Das Bayerische LKA hat dazu eine Liste erstellt.

Wenn weitere Leser eine solche Geschichte erlebt haben, schreiben Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Polizei bittet jeden um Mithilfe - Auf Menschenjagd gegangen - Kurt Werner Wichmann und die Asservate

Clearingstelle für 236 Morde und unzählige Vermisstenfälle

Die Mitteilungen der Ermittlungsgruppe Göhrde in Bezug auf die möglichen Taten des 1993 in Haft verstorbenen Mörders Kurt-Werner Wichmann sind spärlich.

Wichmann, der als ehemaliger Friedhofsgärtner im Fokus der Ermittler steht, soll in Zusammenhang mit 236 Morden gebracht werden. Sicher sind auch Taten dabei, die die Clearingstelle, die sich um den Leiter der Ermittlungsgruppe Göhrde, Jürgen Schubbert, bildete, dem Verdächtigen nicht zuordnen kann.

 

Wichmann war wohl zu Lebzeiten mit Komplizen auf Menschenjagd gegangen. Diese Komplizen ausfindig zu machen, ist augenscheinlich die Aufgabe von Schubbert.
Die Ermittlungsgruppe wurde am 1. April auf acht Mitarbeiter aufgestockt. Hierbei geht es um die bisher bekannten Toten des mutmasslichen Göhrde-Mörders, wie Birgit Meyer, deren sterbliche Überreste letztes Jahr durch ihren Bruder, den ehemaligen Hamburger LKA Chef, Wolfgang Sielaff, in dem vormaligen Anwesen Wichmanns aufgefunden wurden.

Nun wurde auch neben der Stelle, wo schon 1993 erfolgreich nach einem dort vergrabenen Coupé gegraben wurde, nochmals gesucht. Dabei wurden zahlreiche Gegenstände aufgefunden, die aus Besitz von Opfern, noch unbekannten Opfern, des durch Suizid verstorbenen Friedhofsgärtners, sein könnten.
Damit steht ein ungeheuerlicher Verdacht im Raum.
1993 endete auch die bizarre Mordserie, nach dem Tod des nunmehr Hauptverdächtigen. Die Spur scheint durch ganz Deutschland, sogar bis nach Frankreich, zu führen.

 

Es ist anzunehmen, dass die Gerüchte stimmen, dass sich Wichmann im rechtsradikalen Millieu ehemaliger Wehrsportgruppen, wie der NÜB in Uelzen herumtrieb. Weitere Spuren Wichmanns sollen nach Zeugenbeobachtungen in die nahe Elbmarsch führen. Wie es zu der Jahrzehnte währenden Mordserie kommen konnte, kann nur im Nachhinein geklärt werden.

In diesem Zusammenhang fragt die Polizeidirektion Lüneburg, ob jemand einen der Gegenstände, die unten abgebildet sind, erkennt. Sie oder er möge sich dringend an die nun folgende Nummer wenden:

Erreichbarkeit der Ermittlungsgruppe GÖHRDE

Telefon:

04131/8306-1171
04131/8306-1172
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Zu DDR Zeiten ermordete Frau gibt Rätsel auf

Eher zufällig weibliches Skelett gefunden

Im April 2011 wurde bei Bauarbeiten das Skelett einer Frau in einer Sicker/Jauchegrube auf dem Gelände der ehemaligen Annahmestelle für Sekundärrohstoffe (SERO) aufgefunden. Der Fall ist immer noch ein Cold Case, es gelang nicht den Sachverhalt zu klären. Oder gar die Identität der Toten zu ermitteln. Das Skelett befand sich in einem schlechten Zustand, war jedoch noch komplett erhalten, wie der zuständige Kommissar der Mordkommission in Frankfurt an der Oder, Maik Zimmermann, mitteilte. Leider waren die Abgleiche mit der DNA der Langzeitvermissten aus diesem Zeitraum nicht erfolgreich.

Die Tote war etwa 20 Jahre bei ihrem Ableben alt. 1,60 groß, hatte dunkle Haare. Schuhgröße 38/39. Ihr Gesicht wurde aufgrund des aufgefundenen Schädels rekonstruiert. Eine mögliche Todesursache war stumpfe Gewalt gegen den Kopf, wie in der Rechtsmedizin festgestellt wurde. Fasern, die am Fundort aufgefunden wurden, deuteten auf Strickwaren der Marke "Malimo" hin, die erst ab Mitte der 1960er Jahre in der damaligen DDR produziert wurden. Auch die Schuhe und Strümpfe wurden aus einem Material gefertigt, das erst ab Mitte der 1960er Jahre in der DDR verwandt wurde. Der Schacht, in dem die Tote aufgefunden wurde, gehörte zu einer Toilettenanlage. Diese war damals in der Uferstraße zu DDR-Zeiten installiert worden. Der Täter muss in gewisser Ortskenntnis gehandelt haben. Fürstenwalde war in den 1960er Jahren eine große Garnison der Sowjets.

In der DDR gab es 1000 Gründe, warum geschwiegen wurde. Sonst war es schwierig einen Menschen einfach so verschwinden zu lassen, wie man aus den zahllosen Beispielen der Stasi-Akten bei der Unterlagen-Behörde weiß. War die Tote vielleicht eine stationierte Kraft der sowjetischen Truppen in der DDR? Schwiegen die besorgten Verwandten wegen den dort stationierten Sowjets? Viele Verbrechen der Sowjets wurden damals kaschiert. Oder wollte die damals junge Frau in den Westen fliehen und fiel einem Menschenschlepper in die Hände? Wer kennt die Frau aus den 1960er Jahren?

Hinweise nimmt die Polizei in Fürstenwalde entgegen. Telefon: 03361 5680 Quelle: rbb/Polizei Brandenburg

 
 
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Übler Telefonterror durch 017963911634 und 017963921634

Es läuft immer nach dem gleichen Muster ab

Eine Handynummer klingelt an. Diesmal die 01738989936. Eine von vielen Nummern, die dieser Tage anrufen. Man erreicht das Telefon nicht, weil man gerade beschäftigt ist und wenn dann dran ist, wird meistens aufgelegt. Wenn man zurückruft, heisst es, kein Anschluss unter dieser Nummer. Jetzt, vor Weihnachten häufen sich die Anrufe. Auch aus dem Senegal und der Elfenbeinküste. Doch wenn jemand am anderen Ende der Leitung ist, der einigermassen Deutsch spricht, geht es schnell zur Sache. Cold Calling, in Deutschland verboten. Die Täter wiegen sich in Sicherheit, weil sie im Ausland ihre Basen in halbseidenen Callcentern haben. Die unbekannten Täter wollen die Opfer zum Kauf von irgendetwas oder zu Spenden vor Weihnachten verleiten. Es geht nur um die Kontonummer des Angerufenen, um nichts anderes.

Sie wollen das Beste, was ein Mensch geben kann, Geld.

So die Philosophie der Gauner. Solange nerven und bedrohen, bis die gewünschten Daten herausgegeben werden. Wenn der Angerufene nicht sofort dem Gesprächsleitfaden folgt, werden die Anrufer sehr schnell sehr ruppig. Man sollte einfach auflegen, die Nummer sperren und das bei weiteren Anrufen genauso handhaben. Auch wenn von der Balkanmafia gedroht wird, wenn man einen Stromvertrag nicht abschliesst. Oder es werden Sexkontakte vermittelt. Andere geben sich als Mitarbeiter von vodafon oder als Mitarbeiter von Behörden aus, die es gar nicht gibt. Diese Anrufe kommen zum großen Teil aus Marokko oder Tunesien. Die Telefonchips der Provider werden umprogrammiert und die Nummer als eine Handynummer ausgegeben, die es nicht gibt. Die Telefongesellschaften sind gegen solche Firmenkonstrukte machtlos. Die Anrufe sind, weil sie in der Häufigkeit mit immer wechselnden Nummern kommen, extremst nervig. Kaufen sollte man in diesen Telefonaten nichts. Es werden auch immer wieder die gleichen Glücksspiele oder Gutscheine angeboten. Wer nicht spurt, der wird verbal gefügig gemacht. Es werden astronomische Gewinne versprochen, die es natürlich nicht gibt. Lockangebote gemacht, nur um die IBAN herauszufinden, um später ein Lastschriftmandat zu erhalten. Zudem versuchen die zum Teil mit schlechtem Deutsch kommunizierenden Anrufer Abos zu verkaufen. Die Tricks sind immer wieder die gleichen, eine Bekannte hätte die Angerufenen empfohlen, die Lottogesellschaft, der Nachbar, die Frau im dritten Stock. Nichts davon stimmt. Oder der Inkasso-Dienst ruft an und erfindet eine Forderung. Die Inkasso-Anrufe kommen aus Rumänien, der Türkei und sogar aus Nigeria. Tag und Nacht. Für einige Smartphones gibt es eine App, die solche Anrufe herausfiltert. Sie heisst Call Blocker. Die abgespeckte Version, die es als Freeware gibt, kann mit den häufig wechselnden Nummern allerdings kaum umgehen. Es bleibt nur aufzulegen und zu sperren.

 
 

 

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