Deutschland

Deutschland (8)

Wie die Demokratie von Demokraten erst zur Theorie und dann zur Bedrohung wird (1/2)

Wie die Demokratie von Demokraten erst zur Theorie und dann zur Bedrohung wird (1/2)

Teil 1: Die neue demokratische Theorie…
(rs/bkd)

"Freiheit ist immer die Meinung der anderen", sagte einmal Rosa Luxemburg und wusste wovon sie in einer kaiseraffinen national geprägten Umgebung sprach, denn die Anderen war sie selbst.
Daher wird sie gern auch immer als demokratische Ikone gesehen, werden Plätze nach ihr benannt und so getan, als wenn sie nicht dafür gewesen wäre eine Art Sowjetstaat für Deutschland zu propagieren, dessen Auswüchse schon zu ihrer Zeit sehr sichtbar wurden.

So wird die unkritische Reflexion solcher Thesen in unserer Zeit schon zur Phrase an sich. Es fällt aber nicht auf. Und daher wird es gern gemacht." So begann ein Artikel an anderer Stelle und zeigte dann auf, wie ein Thema - hier Migration - in der Lage war all das, was wir als demokratisch ansahen ad absurdum führte.

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Ralf Dahrendorf erklärte uns in seiner Konfliktheorie sehr anschaulich - und daher in jeder Schule gelehrt - dass eine Gesellschaft sich nur über den ausgetragenen Konflikt weiterentwickeln kann. Im Disput Lösungen entstehen, weil durch die argumentative Austragung im Dialog erst alle Seiten eines Problems so betrachtet und so erörtert werden können, dass die gefundene Lösung letztlich hinreichend und insgesamt bereichernd ist. Für das Problem, aber auch für die Gesellschaft, die das Problem so gelöst hat. An ihm gewachsen ist. Wachsen konnte.


Diese Theorie eines liberal denkenden und von der deutschen Geschichte durchaus gezeichneten Mannes war etwas, was hier Konsens war. Wir haben in der Nachkriegszeit durchaus harte Debatten geführt. In der Gesellschaft, in der Presse und auch in den Parlamenten. Es ging nicht immer friedlich zu. Nicht unbedingt rhetorisch (!) friedlich…

Es gab da eine Szene, die damals einen Skandal auslöste. Willy Brandt wurde wegen einer Aussage in seiner Rede vom Bundestagspräsidenten gerügt. Brandt drehte sich um, verbeugte sich kurz und sagte sinngemäß: "Ich bedanke mich für Ihre Rüge, Herr Bundestagspräsident, denn sie unterstreicht den Inhalt meiner Worte."

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Das ist demokratischer Stil alter Schule, würde man heute sagen. Etwas forsch und keck, aber im Sinne dessen, was Dahrendorf meinte, die Gründerväter unserer Republik wollten und lange als Ziel dessen galt, was Demokratie und Debatte ausmacht: durchaus aggressiv, gern auch mal keck und deutlich, durchaus auch persönlich angreifend ohne zu beleidigen aber IMMER argumentativ, dialogbereit und miteinander redend. Und im letzteren zeichnet sich Demokratie aus.
Egal, ob die Demokratie von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Schumacher, Willy Brandt, Herbert Wehner, Gerhard Schröder, Helmut Kohl, Richard v. Weizäcker, Konrad Adenauer, Roman Herzog oder Helmut Schmidt gemeint ist. Letzter auch als späterer Mit-Herausgeber der Zeit.
Keiner verstand Demokratie anders als den Kampf im Dialog um Ergebnisse für alle im Land, in Europa oder der Welt. Die Gegner konnten nerven, einen stören und sogar beleidigend sein, aber am Ende waren sich alle immer einig, dass der Kampf um die politische Richtung und Gestaltung verbal ausgetragen wird.

Zu deutlich war in Erinnerung, wie Weimar scheiterte. Am Druck der Straße, des Pöbels und der Radikalen scheiterte. Wo politische "Aufmärsche" aller Parteien immer mit Toten und Verletzten einhergingen. Örtlichkeiten Andersdenkender überfallen, zerschlagen und abgefackelt wurden. Wo man dem politischen Gegner dann "Gegenbesuche" machte.

Oder Freikorps und Sowjet-Verbände der Arbeiterräte sich nicht nur Straßenschlachten lieferten, sondern wie Marodeure des 30jährigen Krieges durch die Landschaft zogen um in Berlin, München und sonstwo für "Ordnung zu sorgen" und die "Republik wieder herzustellen". Ein Ansatz, der aus heutiger Sicht wenig begeistern kann. Könnte…

Diese Art der Auseinandersetzung begann nach dem verlorenen ersten Weltkrieg, als der letzte Reichskanzler, Prinz Max von Baden" zusammen mit seinem Kaiser schneller abdanken musste, als beide denken konnten.
Um dem Pöbel der Sowjet-Räte nicht das Feld zu überlassen, und einer kurz bevorstehenden Ausrufung der Sowjet-Republik Deutschland zuvorzukommen, hielt Scheidemann auf dem Fensterbrett des Reichstages stehend seine berühmte Rede - und rief eigenmächtig, ohne Parlament, die Republik aus.
Damit war der Sündenfall eigentlich schon vollzogen. Es gab keine Republik. Und das WIE des Überganges wurde nicht im Dialog, sondern durch Eigenmächtigkeit, Zeitdruck und Intoleranz geboren. Doch das störte damals keinen, denn es galt das "ALTE und MORSCHE" zu überwinden…
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Was dann kam waren Räterepublik und tägliche Ausschreitungen in einem wirtschaftlich, gesellschaftlich und ideologisch zerrissenen und gebeutelten Land, in dem Massenarbeitslosigkeit und Spanische Grippe ihren alltäglichen traurigen Tribut forderten. Täglich Leute tot auf der Straße lagen.


Dass in diesem Klima politische Gewalt wachsen und gedeihen konnte war klar. Und linke Schlägertrupps machten nur zu gern Jagd auf Konservative, Kaisertreue, Nationalisten und generell Andersdenkende. Das war nicht Bosheit, es war politisches Kalkül der Linksextremen, die als Gesellschaftsbild den Sowjetstaat sahen, wie er in Russland umgesetzt wurde. Als eine gesellschaftlichen Schnitt, der nun mal Opfer kostete. Den auch Rosa Luxemburg so wollte, was heute gern verklärt wird. Die lupenreine Demokratin heutiger Definition war sie nicht.
Daher wurden Andersdenkende auch gern vom Gegner umgebracht. Auf offener Straße oder still und heimlich. Rosa Luxemburg, Walter Rathenau als Prominente der Szene wie auch ein Berliner Zuhälter mit Namen Horst Wessel, dessen Lied zum Kampflied der späteren braunen Heere wurde.
Doch warum entstanden diese Schlägertruppen der rechten Szene. Erst der Stahlhelm, einer Vereinigung nationaler Frontsoldaten, und dann die SA?

Eben weil man seine Veranstaltungen schützen wollte. Die SA ging aus einem Saalordnungsdienst hervor, die die Eingänge zu NS-Veranstaltungen und Reden bewachten. Vor eben linken Schlägertrupps, die sich selbst einluden. Mal deutlich: die SA war die Reaktion auf linke Schlägertrupps. Ursache und Wirkung werden häufig verwechselt. Und erst mit dem Erstarken der damals unbedeutenden NSDAP wurde sie zu einem Ziel der Linken Schlägertrupps. Vorher war sie schlicht und einfach "ignorierbar" gewesen.

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Wirtschaftlicher Niedergang, Kriegslasten, Inflation und eine generelle Verarmung weiter Teile der Arbeiterschaft führten dann zu etwas, was das Wort Nationalsozialismus gut beschreibt. Einem national beseelten Sozialismus, der weite Teile der Bevölkerung hinter sich vereinen konnte. Sozialisten wie auch Nationalisten und am Ende, nach dem Knall der Weltwirtschaftskrise letztlich als neues Experiment übrigblieben und von da an die Politik beherrschten. Auch auf der Straße, da immer mehr Schläger jeder Couleur in die Reihen der aufstrebenden SA wechselten. Mit ihr siegten. "Die Straße frei, dem Sturmabteilungsmann", wie es in der Kampfhymne der Partei hieß, die der ansonsten unbekannte Berliner Zuhälter und Märtyrer der Bewegung einst geschrieben hatte. Wäre er nicht ermordet worden, wäre er heute genauso bekannt wie Hoffmann von Fallersleben, der das Lied der Deutschen im Exil auf Helgoland (damals Britisch) schrieb, dessen dritte Strophe unsere Nationalhymne ist. Wer weiß das schon noch…

So konnte die SA durch äußere Rahmenumstände begünstigt ihre "Art von Demokratie" verbreiten: mit Stiefel, Knüppel und Faust als Argument. Später dann mit der SS und ihren Formationen als staatliches Gewaltinstrument erst systemisch unterstützt und dann komplett ersetzt.
"Willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein" war auch eine Art von Konflikt, der durchaus auch Früchte trug, aber von Dahrendorf so nicht gemeint war. Von keinem derer, die nach 45 in Westdeutschland das Sagen hatten. Debatten um das führten, was zu sagen war.
Es war absoluter, unumschränkter und tiefgehender Konsens, dass Weimarer Verhältnisse nicht nur im Parlament sondern auch auf der Straße unerwünscht waren.

Teil 2 folgt!

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Das Hotel "Zum Türken" wird verkauft

Unmöglich

 

Sothebys scheint ein besonderes Faible für "nostalgische" Angebote zu haben. Derzeit verkauft das englische Auktionshaus über die deutsche Verkaufsplattform das Hotel "Zum Türken", ausweislich der eigenen Geschichte gleich mit der Bunkerhistorie am Obersalzberg. Das Anwesen hat eine besondere Geschichte aufzuweisen. Während Hitler in seinem Berghof residierte und neue Feldzüge plante, übernachteten die Schergen des nationalsozialistischen Systems im "Zum Türken". Hitler verbrachte mehrere Monate im Jahr auf dem Obersalzberg und wickelte seine Regierungsgeschäfte von dort aus ab. Darunter auch das Treffen mit Neville Chamberlain. Währenddessen vergnügte sich die NS-Prominenz im Hotel "Zum Türken"

 

Bundesarchiv Bild 183-H12478, Obersalzberg, Münchener Abkommen, Vorbereitung.jpg
Von Bundesarchiv, Bild 183-H12478 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link

Der Text zum Verkauf klingt wie ein Willkommensgruß für Ewiggestrige. "Charme" der alten Zeit, "Nostalgie" wie in den 1950er Jahren. Das ist tatsächlich im Hotel sichtbar. Schon vor Jahren wurde das 1949 vom Freistaat durch die Familie, für damals astronomische 69.000 DM, zurückerworbene Haus zur Pilgerstätte von Nazis, die sich dem Berghof Hitlers nahe fühlen wollten. Nur, der war 1945 bombardiert worden, noch bevor die "Easy Company" die Nazihochburg auf dem Obersalzberg stürmte und Weltkriegsgeschichte schrieb. Daneben befand sich in dem Gebäudekomplex das Hotel "Zum Türken". 1952 sprengte der Freistaat Bayern den Rest des Berghofes, als "Im Türken" schon wieder vier Zimmer zum Urlauben bereitstanden.

Mack. Kameramann des Special Film Project 186 der United States Army Air Forces (USAAF) [Public domain] Der Freistaat Bayern sollte dem Spuk auf dem Obersalzberg endlich ein Ende bereiten und aus eigenem Interesse, dem Vorkaufsrecht, handeln. Der Makler von Sothebys erwähnt nichts von der Nazihistorie in seinen Anpreisungen.

 
 
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Bauernproteste in Nürnberg von Verwendung von Nazi-Abzeichen überschattet - wie soll mit Glyphosat in Zukunft verfahren werden?

"Land schafft Verbindung" verurteilte die Nazi-Aktionen in Nürnberg Bei den bundesweiten Bauernprotesten war die Kundgebung in Nürnberg, nach Mitteilung des Bayerischen Rundfunks, durch das Verwenden von nationalsozialistischen Emblemen und verfassungsfeindlichen Symbolen auf den Traktoren überschattet worden. Das ist unfassbar, weil gerade die Bauern in Nürnberg Unterstützung von Ministerpräsident Markus Söder erhielten. Zum Beginn der "Grünen Woche" wollten die Bauern auf ihre Probleme aufmerksam machen, sicherlich nicht mit Nazi-Propaganda und Nazi-Plakaten und wirren Blut-und Boden-Theorien. Der Bauernverband distanzierte sich scharf von den völlig entrückten Protestlern. 2500 Traktoren sorgten in Nürnberg für ein Verkehrschaos, aber die Bauern konnten ihre Probleme auf den Punkt bringen. Mehr Umweltschutz und Tierschutz ist möglich, aber der Staat muss finanziell helfen. Währenddessen nutzten rechte Seilschaften die Veranstaltung, um unter dem Deckmantel Umweltschutz und Protest, ihre dumm-kruden Theorien zu verbreiten.

In der Sachlichkeit der Diskussion ging es um Glyphosat Wenn der Teufel eine Mischung hätte erfinden können, so wäre es Glyphosat gewesen. Das scheinbare Allheilmittel in der Landwirtschaft wird mittlerweile zum Problemfall der Bauern. Während der Proteste der Landwirte entpuppte sich das Allheilmittel des US-amerikanischen Monsanto Konzerns als böser Geist aus der Flasche und sicherlich nicht als der Träger der Zukunft. Glyphosat entzieht mit seiner Breitband-Verbindung, die als Totalherbizid von der Pflanze über das Blatt aufgenommen wird, die Möglichkeit der Fotosynthese, also den Stoffwechsel der Pflanze. Diese stirbt ab. Glyphosat gibt es seit mehr als 40 Jahren. Es ist kein Insektenbekämpfungsmittel, sondern ein Unkrautvernichter. Natürlich können die Bauern Glyphosat nicht an ihre Nutzpflanzen geben, sie würden nichts ernten. Glyphosat darf keinen Kontakt zur Nutzpflanze haben, außer zu genveränderten Pflanzen, die in der Europäischen Union nicht angebaut werden dürfen.

Doch wie soll es mit dem umstrittenen Mittel weitergehen? Im 2. Teil

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20 Jahre alt und von allen guten Geistern verlassen

Nur ein einzelnes Schicksal

Während sich die Politik um die großen Geschehnisse in der Welt zu kümmern scheint, gibt es Jugendliche, die vollkommen unter die Räder der Zeit geraten. Darüber muss man sich dieser Tage in der Tat nicht wundern.

Dann kommt die Frage, die weder rassistisch noch Menschen verachtend zu verstehen ist: Warum kümmert sich die Politik nicht auch einmal um diese Fälle? Für alles und jeden hat Berlin einen Rat, jedoch, was ist mit dem einzelnen Schicksal der Menschen?

Wo hört das soziale Netz auf?

Wo fängt dieses unsichtbare Netz eigentlich an?

Das Leben des Hauptprotagonisten spielt in Süddeutschland dieser Tage. Wenn man die Geschichte zuerst hört, will man diese nicht glauben, doch es ist das Leben vieler in diesen doch schwierigen Zeiten.

Die Treppe abwärts

Irgendwann weiß Tillmann(*) an diesem Morgen nicht mehr weiter. Die Situation überforderte den 20-Jährigen komplett. Es würde jeden Menschen mit reichlich Lebenserfahrung überfordern.

Vor zwei Tagen ist eine weitere Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gekommen, Schwarzfahren in etlichen Fällen.

Nun ist guter Rat teuer.

Da ist eine vollkommene Perspektivlosigkeit, mittlerweile auch eine absolute Motivlosigkeit zu spüren, wenn man mit dem jungen Mann spricht.

Das Telegramm des Lebens

Im Telegrammstil hört sich das Leben, das er bis jetzt lebte, etwa so an: Mit 9 Jahren wegen häuslicher Gewalt aus der Familie genommen, Streit bei den Pflegeeltern über das damals vollkommen zerrissene Leben eines Kindes, das selbst nicht mehr wusste, wohin. Tillmann schien im Leben nicht willkommen Der Kindesvater irgendwo abgetaucht, die Mutter mit einem Gehirntumor mit 38 Jahren in einem Hospiz verstorben, die Schwester magersüchtig, Monate später auch dem Leiden erlegen.

Eine Entscheidung des Jugendamtes über den weiteren Lebensweg war bereits gefällt. Es wurde über Kindeswohlgefährdung fabuliert, vielleicht war dem auch so. Das Kind rebellierte, drohte mit Gewalt- und Zornesausbrüchen als sich die Pflegeeltern trennten, eigentlich wurde der dann damalige Jugendliche einfach, wie ein Gegenstand mit durchgeschleppt. Bis zu dem Tag, an dem er in eine weitere Pflegefamilie kam, es war wie Billard spielen. Tillmann war zu einer Kugel auf dem grünen Tisch geworden. Irgendwann war er für die neue Familie auch untragbar. Wieder wurde er abgeschoben, diesmal in eine Jugendschutzstelle.

Ein wenig Ruhe zeichnete sich ab, als er in eine Familie in den Breisgau kam. Auch dieses Engagement klappte mit dem damals 17 jährigen nicht, dann wurde er straffällig. Was Jugendliche eben so machen, wenn ihnen die Führung fehlt.

Steile Karriere

Tillmann fing an zu kiffen, zu stehlen, kleinere Einbrüche, Unterschlagungen von Geldbeträgen von 5 Euro, die er zweckgebunden verwenden sollte.

Dann der erste Raub mit Körperverletzung zusammen mit Mittätern.Die Beute: Ein Handy für 20 Euro.

Tillmann kehrte in die Heimat zurück und lebte fortan in Hotels, auf der Straße, 17 Jahre alt und im Hotel, einmal musste er in anderes Hotel umziehen, um dort weiter verwahrt zu werden. Anders konnte man es nicht mehr bezeichnen.

Kurz danach der zweite Raub, diesmal, eine Beute, die selbst das Gericht nicht erklären konnte.Der Wert konnte nicht ermittelt werden.

Der erste Dauerarrest für 14 Tage, als "Warnschussarrest", der eigentlich eine Freiheitsstrafe ist und war.(vgl.Höynck/Ernst 2015, S. 123) Danach der erste, eher dilettantische Einbruch in ein Geschäft, zusammen mit einer genauso agierenden Mittäterin.

Der nächtliche Beutezug brachte 150 Euro und ein paar Päckchen Tabak, weil das erhoffte Geld nicht in dem Ladenlokal zu finden war.

Weil das Duo nicht erwischt worden war, ging es gleich zum nächsten Einbruch. Diesmal kein Tabak, jedoch Elektronik, Handys, Laptops und Kameras etc.

Noch einmal wurde nach §35 BtmG, die Strafe zur Bewährung ausgesetzt, wenn er sich einer Drogentherapie unterzog. Wieder kam eine gewisse Ruhe in das Leben des Jungen, der dann sogar Hartz 4 bezog und mit einer Freundin zusammenzog. Die beiden bekamen ein Kind, das verstarb. Tillmann ertrug das Leben kaum noch. Er arbeitete in einem Geringbeschäftigungsverhältnis, ehe er nach Trennung von seiner Freundin ganz abglitt.

Er lebte Monate bei einem Kollegen, hatte Schulden bei dubiosen Inkassoinstituten, die für ebenso dubiose Partnervermittlungen vollstrecken wollten. Letztendlich fuhr er schwarz, ohne Zukunft, ohne Perspektive. Seine Halbwaisenrente wurde nicht weiter bearbeitet, weil er einfach Unterlagen nicht beibringen konnte. Hartz 4 wurde gestrichen, weil er durch die Eingliederungsvereinbarung verpflichtet war, sich um die Halbwaisenrente zu kümmern und weil er damit überfordert war, rauchte er lieber einen Joint. Über eine Ausbildung dachte er nicht nach, weil die elementaren Voraussetzungen bis jetzt fehlten.

So drehte sich das Leben einen jungen Menschen im Kreis. Wer Abhilfe schaffen kann, ist nicht klar.

Eigentlich wird er weiter hin-und hergeschoben.

Wir updaten diesen Artikel, wenn es etwas zu berichten gibt.

(*)Name von der Redaktion geändert

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Annegret Kramp - Karrenbauer als Toilettenfrau der Nation oder der Union

Es ist ein paar Wochen her, dass die merkelsche Kronprinzessin Annegret Kramp-Karrenbauer völlig in der Bütt entgleiste. Nun ist es still geworden, um den schwarezn Hoffnungschimmer aus der Saar.

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Hannibals rechte Umsturzpläne

Eigentlich unvorstellbar für einen demokratischen Rechtsstaat wie die Bundesrepublik Deutschland: Leider wahr, es scheint sich ein rechtes Netzwerk gebildet zu haben aus Beamten, Soldaten, Reservisten und Mitarbeitern von Nachrichtendiensten, die auf den Tag X warten. Diese Gruppen bereiten sich auf die Unregierbarkeit der Bundesrepublik vor und wollen dann zuschlagen.

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Bremerhaven-Impressionen aus dem vormaligen Armenhaus Bremens

Der Weg ist das Ziel

Vorbei an der von Niedersachsen zugekauften Luneplate geht es nach Bremerhaven.

Die Autobahn führt in Richtung Nordsee.

Einstmals, das strukturärmste Terrain von Bremen, erscheint Bremenhaven nun in einem ganz räumlich erweiterten Licht. Ganze Busse voller Touristen reihen sich aneinander. Das Wetter ist um diese Jahreszeit wechselhaft, die Restaurants aber gut besetzt.

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Gefährlicher Abfall

Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019

Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019

 

Der Bericht des Kollegen der Polizeipressestelle in Thüringen spricht Bände.

 

Müll wird durch ganz Europa gekarrt, ohne sich an die dafür notwendigen Bestimmungen zu halten.
Immer wieder in diesem Zusammenhang taucht Italien und die dortige Abfallbeseitigung auf.

Das Problem scheint größer geworden zu sein und eines der dringlichsten Probleme, gerade im Hinblick auf die Meere, eines der wichtigsten.

Bitte beachten Sie hierzu den Link: Was haben Wale mit der ‘Ndrangheta zu tun?

Was so über Deutschlands Straßen rollt

Hemmungslos Müll transportiert

Am vergangenen Donnerstag stoppte die Autobahnpolizei einen mit gefährlichen und giftigen Abfällen beladenen Lkw auf der A 9 am Hermsdorfer Kreuz.

Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019
Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019

Die deutsche Spedition hatte den Auftrag, Abfall von Italien nach Sachsen in eine Deponie zu verbringen. Laut den Fahrzeugpapieren sollte es sich bei der Ladung um gefährlichen Abfall in Form von Dämmmaterial handeln, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält.

Auf einer nahen Deponie wurde der Lkw genauer unter die Lupe genommen.
Die Big Bags waren beim Verladen jedoch so verdichtet worden, dass sich das Entladen schwierig gestaltete. Statt der verzeichneten 84 Big Bags wurden nach Entladung des Lkws 211 gezählt.

Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019
Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019

Zudem wurden viele Säcke durch das Verdichten unerlaubt beschädigt. Neben den genehmigten Abfällen fand die Polizei in den Säcken auch für diesen Transport unerlaubte Baustellenabfälle und Behälter mit Fetten und Ölen. Die zuständige Genehmigungsbehörde für Abfalltransporte in Sachsen entzog dem italienischen Abfallexporteuer die Erlaubnis für weitere Abfalltransporte nach Sachsen. Der Abfall wird nun wieder zurück nach Italien geschickt, und zwar verteilt auf zwei Lastzüge. Es wurde Strafanzeige erstattet wegen des Verdachtes der illegalen Einfuhr von gefährlichen Abfällen, die das Landeskriminalamt Thüringen bearbeitet.

Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019
Lkw mit Mülltüten, Polizei Thüringen, kasaan media, 2019

Quelle: Christian Cohn/Polizei Thüringen

 

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